Karsten Ehrly
Die Recherche über etwaige Unterlagen des RS50 Postrollers nahm enorm viel Zeit und Nerven in Anspruch, aber es hat sich wohl gelohnt, wenn man bedenkt, dass nun die Unterlagen weitgehend komplett sind. Als ich den Roller gekauft hatte, war ich jenerzeit in Dubai arbeiten und habe ihn von dort aus in eBay ersteigert. Mein Vater hat ihn schließlich abgeholt, als ich wieder Heim kam habe ich mit der Restauration begonnen.

Der allgemeine Zustand ist als "traurig" zu beschreiben gewesen, da kein Motor drin war und auch sonst einige Dinge fehlten. Jedoch ist dieser Postroller im absoluten Werksauslieferungs-Zustand gewesen, was heisst, dass er weder Windschild noch hässliche Spritzlappen den Roller verunstalteten. Seiner Zeit hat die Post nämlich diesen Roller mit den besagten Details ausgestattet. Auch eine Briefbox gab es, die unter dem Gepäckträger des Rollers montiert war, bei meinem Posti war dies nicht der Fall. Ich habe diese Box jedoch, müsste aber in den Gepäckträger Löcher bohren, was ich nicht tun werde.

Nach fast 2 Jahren Restauration ist es fast soweit. Der Postroller ist bis auf kleine Details fertig. Es fehlt nur noch die kleine Gummimatte am Heck des Rollers, die noch zugeschnitten werden muss.

Großes Lob muss ich auch Anselm Kalff vom Zündapp Motorroller Service Rheinbach aussprechen, der sich im Rahmen dieses Projektes sehr engagiert hat sowie Christian Thürmer vom Museum für Kommunikation in Heusenstamm.